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Das Leben einer Midzwanzigerin

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Die Frisur

Die Frisur stieg heute in die U-Bahn ein... sumergirl,2008.09.02, 10:335 Kommentare

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Sonntag, 07.03.2010, 18:11
Ich bin wieder da! Sumergirl is back! Nachdem 2009 ein Blog-freies Jahr war, finde ich, ist es an der Zeit, euch wieder ein wenig Zeit zu stehlen!
Hat mich jemand vermisst? Ok, ich ziehe die Frage zurück. Selbstschutz.

Ein Grund meiner Rückkehr in die Woman-Welt, in den Blog "Das Leben einer Midzwanzigerin" könnte sein, dass ich nicht mehr viel Zeit habe, unter diesem Titel zu schreiben.

Wann ist man eigentlich alt? Ich meine, ist Alter eine Frage des Alters? In Jahren gerechnet? Wer bestimmt denn, wann jemand alt ist?
Ich hatte kürzlich Geburtstag. Meinen 27. ...
Danke, danke. Ich habe Socken bekommen.
Bestimmen die Geschenke, ab wann man alt ist? Außer den Socken habe ich eine Backmischung und einen Bräter bekommen.... Ich hoffe nicht. Denn dann würde ich nicht besonders gut wegkommen.

Man ist so alt wie man sich fühlt.
Vor zwei Wochen war ich Skifahren. Es waren die schlimmsten 3 Tage meines Lebens. Und ich spreche nicht von den 4 Stunden Skifahren am Montag, nein, ich spreche von den Höllenqualen der 72 Stunden danach. Von Dienstag bis Donnerstag kam ich nicht über Stufen ohne fremde Hilfe. Wenn man mich da gefragt hätte, wie alt ich mich fühle, hätte von einer dreistelligen Zahl nicht viel gefehlt.

Aussehen? Nehmen wir mal an, ich hätte meinen Geburtstag gefeiert. Gehen wir weiters davon aus, es hätte länger gedauert und man hätte sich amüsiert. Der Kater am Morgen danach spricht Bände und die Appetitlosigkeit hat nichts mit einer Diät zu tun. Die meisten können sich vorstellen worauf ich hinaus will. Würde man nach so einer Nacht also das wahre Alter einer Person feststellen können?
Schließlich kann man bei uns nicht wie bei Bäumen anhand der (Augen)ringe einfach das Alter abzählen. Bei Frauen würde noch eher die Zahl der bereits in Besitz befindlichen Eheringe eine Hochrechnung des tatsächlichen Alters zulassen.

Sind wir doch mal ehrlich. Anhand meiner Geschenke, meiner Unsportlichkeit und meiner Fitness am Tag nach einer Party müsste man davon ausgehen, dass ich mit einem Fuß bereits im Grab stehe.
Tatsächlich fühle ich mich aber sehr lebendig und bin quitschvergnügt wie nie zuvor.
Das Alter lässt sich also in keine Schubladen stecken, oder anhand einzelner Situationen messen. Es muss im Ganzen gesehen werden. Mit Mitte zwanzig brauche ich zwar nun 2 Tage, um mich von einer Party zu erholen, aber das macht nichs. Der Brotbackautomat ist schließlich auch nicht so schnell. Denn konservativ liegt voll im Trend und selbstgemachtes Brot schmeckt nach einem Rausch einfach viel besser als die kalte Pizza vom Vortag.


Dienstag, 02.09.2008, 10:33
Die Frisur stieg heute in die U-Bahn ein. Ohne Vorwarnung. Einfach so. Sie war so hässlich, dass ich nicht wegschauen konnte. Es war wie bei einem Unfall. Ich war peinlich berührt und doch gefesselt von diesem Anblick der Grausamkeit.
Ich fragte mich, ob die Frisur wusste, dass sie eigentlich gar keine war. Dafür musste man sie nicht mal näher betrachten. Wie die Frau unter der Frisur aussah, daran kann ich mich gar nicht erinnern. Es war, als würde mein Blick einrasten. Frisur. Haare. Ende. Kann man sich von seiner Frisur scheiden lassen? Oder zumindest von seinem Friseur? Tausend Gedanken. Man musste diesem Kopf doch helfen. Ob man eine Rettungsaktion starten könnte? "Ich sammle für einen freien Kopf". "Frisur sucht Pate". "Beendet mein Abenteuer am Kopf".

Ich fuhr schon 5 Stationen gemeinsam in der U-Bahn mit Firsur. Wenn der Wind durch die Fenster wehte, wackelte sie fast im Takt hin und her. Über ihre Farbe haben wir noch nicht gesprochen. Nun, ich konnte sie nicht definieren. Meine Netzhaut Rezeptoren haben sich geweigert, das was sie gesehen haben, ans Großhirn weiterzugeben, so dass ich das nun in Worte fassen könnte. Ist aber nicht schlimm. Ob die Farbe hell oder dunkel war, es würde an der Frisur an und für sich nichts ändern.

An der nächsten Station stieg Frisur aus. Ich verabschiedete mich still und heimlich von ihr. Wo sie wohl hinging? Welchen Job sie wohl hatte? Hoffentlich nicht bei einem Friseur, dachte ich noch.
Im Büro google ich "Die Frisur":

"Die Art und Weise, wie Haare getragen werden, wird als Frisur bezeichnet. Jedes Haar, ob nun am Menschen oder am Tier, kann, wenn es nicht zu hart ist, frisiert werden, wenngleich die Gestaltung des menschlichen Kopfhaares die größte Aufmerksamkeit genießt."

Dazu hätte ich dann mal ein paar Fragen:

1. Ist es denn gerecht, ALLES als Frisur zu bezeichnen? Ich meine, manche Leute haben einfach nur Haare, von einer Frisur zu sprechen, wäre bei manchen so, als würde man einem Fisch das Fahrrad fahren beibringen.
2. Wenn man jedes Haar frisieren kann, warum TUN es manche Leute dann einfach nicht???
3. Das Gestaltung des menschlichen Kopfhaares genießt die größte Aufmerksamkeit? Und dann? Wer ist auf Platz 2? Katzenhaar? Schamhaar? Barthaar?

Eine haarige Angelegenheit, das Thema. Und alles nur, weil ich U-Bahn gefahren bin. Hätte ich doch das Auto genommen...


Dienstag, 26.08.2008, 18:14
Alles fing damit an, dass der Hund kacken musste. Kann man ihm auch nicht verübeln. Also beschließe ich, am Weg in die Arbeit einen kleinen Abstecher in ein Naherholungsgebiet zu machen. Schließlich soll das Tier auch zu seinem Recht kommen. Ich verlade ihn also im Auto, im neu gekauften sich erst seit 4 Tagen in meinem Besitz befindenden schönen neuen Auto und düse los.

Ungefähr in der Mitte des Weges leuchtet ein oranges Licht auf. So ne Kontrollleuchte. Macht nix. Gefährlich wirds erst, wenn sie rot leuchtet, steht in der Betriebsanleitung. Wird sie. Und zwar schon bei der nächsten Kreuzung. Ob ich geflucht habe? Nein, da noch nicht.

Also fahr ich rechts ran, Gott sei Dank befindet sich eine Busspur gleich in der Seitengasse. Ich halte an und les nochmal nach "auf einen Fall weiterfahren" "Motor überhitzt" steht da. Da hab ich ein klein wenig geflucht. Auf ca 180 ruf ich den Händler an, um ihn zu fragen, was er mir da für einen Dreck verkauft hat. Er gibt mir die Nummer von der Pannenhilfe und legt auf. Fein!
Ich steh da also mit einem neuen Auto, das nicht fährt, einem Hund in selbigem, dem es schon fast zu den Ohren rauskommt, mit einem Handy, das so gut wie keinen Saft mehr hat und einem Kühler, ders einfach laafen losst.
Ich steig aus dem Auto, geh dreimal drum herum, während ich ca 20 mal "Scheiße" fluche. Ja, die Menschen, die auf den Bus warten, schaun mich ein bisschen irritiert an. Is mir auch wurscht. Denen läuft ja schließlich kein Kühlwasser unterm Arsch weg!

Bevor dem Hund selbiges im Auto passiert, lass ich ihn mal raus und wenigstens pinkeln. Danach ruf ich den Pannendienst an. "Jo so in etwa 20 Minuten werden wir da sein". Schön. Und was tu ich bis dahin? Weiter telefonieren kann ich nicht wegen Akku. Ich könnte die Wassertropfen zählen, die das Auto pro Sekunde verliert um einen Durchschnittswert für die Pannenhilfe zu errechnen. Grade will ich damit anfangen, da seh ich, wie der Busfahrer hinter meinem Auto hält und wild gestikuliert. Sieht aus, als würde er von einer Fliege bedroht. Irgendwann hab ich aber doch das Gefühl, dass er mich meinen könnte und ich geh hin. "Sie kennan do net steh bleibn", schreit er mit charmantem Meidlinger Dialekt, "san sie depat?" Ich versuch ihm zu erklären, was passiert ist, dass ich mit dem Auto leider nicht wegfahren kann. "Jo oba Sie kennan do net stehn, a Frechheit is des. Wie soin denn de Leit eisteing" sagts und zückt ein Notizbuch, um sich mein Kennzeichen zu notieren.
Bitte kein Mensch darf sich darüber aufregen, dass Klischees entstehen. Ehrlich nicht. Dieser Mensch ist ein Klischee par excellence. So ein typischer Beamter, der einen nine to five Job hat und von 12 bis Mittags denkt. Unpackbar. In mir steigts langsam wieder auf und ich fühl mich ungefähr so, wie das Auto vor 10 Minuten. Gleich leuchtet meine Kontrolllampe auf und mein Kühler explodiert.
"Jetzt hören Sie mal zu" (Sie unsozialer, unfreundlicher, blöder Vollarsch) - in Gedanken hinzugefügt - "was genau soll ich denn machen? Soll ich das Auto wegbeamen? Es mir am Rücken binden und zur Werkstatt tragen? Nocheinmal zum Mitschreiben: rotes Licht - Motor heiß - Gefahr! - Nicht weiterfahren, nein, böse! Oke?" So!
Ich glaub einmal hat er dann noch "Sie können da net stehenbleiben" wiederholt. Ich bin dann wieder zum Auto zurückgegangen, um ihm freundlich mit dem Mittelfinger hinterher zu winken.
Dieses Spiel, leicht abgeändert, aber vom Stil her gleich, spiele ich noch ca 3 mal. Schließlich fährt der 9A alle 8 Minuten.
Endlich kommt der Pannendienst. Ja, also so einfach so kann er mir das nicht sagen, was da los ist. Da rinnt Kühlflüssigkeit aus. NEIN!!!! Abgefahen! Wie konnte ich DAS nicht sehen!?!?!?!?
Er muss das in die Werkstatt schleppen lassen.

Hier steh ich also. Ohne Auto, ohne Akku, ohne Geld, ohne Würde und mit Hund, der immer noch kacken muss. Und als man mir am Nachmittag dann erklärt: "um genau feststellen zu können, was dem Auto fehlt, müssen wir es leider zerlegen" bin ich in Ohnmacht gefallen...


Dienstag, 15.07.2008, 21:32
Es gibt Dinge im Leben, die muss man einfach haben, permanent. Wenn diese Dinge nicht da sind, oder zu Ende gehen, wird man panisch.
Wie zum Beispiel Schokolade. Speziell Frauen werden leicht nervös, wenn an der Tafel eine Ecke fehlt - Oh Gott, ich muss neue kaufen, die ist schon fast alle!!
Oder - für die Herren - Tanken.... Schatz wir sind doch erst 4 km gefahren, wir müssen nicht... ah na ok, verstehe, wir müssen doch! Könnte ja sein, dass man mit 56 Liter nicht von Hietzing bis nach Heiligenstadt kommt.
Oder Schuhe. Schuhe sind auch so ein Ding. Man muss ständig in der Annahme leben, dass sie kaputt gehen könnten, insofern muss man immer (und immer wieder) neue kaufen. Nur zur Sicherheit! Versteht sich.
Oder... Ja oder eben Toilettenpapier.
Ihr könnt ruhig lachen. Es wäre jetzt der richtige Zeitpunkt dafür, ich habe das eingeplant, dass ihr lacht. Ich geh mal kurz eine Rauchen...
So, fertig gelacht? Fein. Ernsthaft. Ich glaube, mir ist in meinem ganzen Leben noch nie das Toilettenpapier ausgegangen. Eine Horrorvorstellung. Du sitzt auf deinem Thron und stellst plötzlich fest, dass da nix ist. Und dann? Ha! Jetzt lacht ihr nicht mehr oder?
Heute Morgen stelle ich also fest, dass nur (!) noch 5 Rollen da sind, was mich natürlich in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Auge an Großhirn: Papier alle, Papier alle! Großhirn an Beine: Einkaufen gehen!!
Meine Tagesplanung ist fast immer so verplant, dass selbst der Gang zum Supermarkt stets gut vorbereitet sein muss. Heute hab ich das gut hinbekommen, ich war zufällig mit dem Auto unterwegs zur Arbeit, was sich für solche Zwecke immer gut trifft. Mit dem Klopapier unterm Arm fahre ich ja nicht so gerne U-Bahn...
Ich düse also in der Mittagspause aus dem Büro in den nächsten Supermarkt. Ziemlich gestresst, wie immer, stürze ich in mein Vorhaben. Im Vorbeigehen nehm ich noch schnell Zahnpasta mit, kann man ja immer brauchen. Und genauso schnell entscheide ich mich für gelbes Toilettenpapier. Ratz fatz zur Kasse, den Kram ins Auto packen und mit einem guten Gefühl, etwas getan zu haben, zurück an den Schreibtisch.

Das gute Gefühl schwindet in der Sekunde und dreht in leichte Übelkeit, als ich abends mein Auto aufschließe und einsteigen möchte. Was zur Hölle... Das kann ja nicht sein... Hier riecht es, als hätte mich jemand mitten in Vanillepudding geworfen. Ich war doch nicht so blöd...
"Mit zartem Vanilleduft" kann ich im Fußraum des Beifahrers dunkel erkennen. Etwas vernebelt allerdings von dem Schwall der mir entgegenkommt. Diese verdammten Verkäufer, dieses verdammte Point of Sale Werbedreckszeugs! Ich fluche erstmal ne Runde. Nur weil es schnell gehen musste, habe ich das erstbeste - nach Aussehen - Toilettenpapier genommen, das auch noch in Aktion war, natürlich, niemand, der klar bei Verstand ist, kauft freiwillig Scheißhauspapier mit VANILLEGERUCH!!! 10 x 150 Blatt, das sind grob gerechnet etwa 1500 Stück zum ins Klo runterspülen mit Duftnote. Herzlichen Glückwunsch! Ich befinde mich also in nächster Zeit in einer ständigen Trance, in einer Wolke aus Vanille, ich werde zum wandelnden Duftbaum. Dass das gut für meine sozialen Kontakte ist, wage ich zu bezweifeln. Ja, ihr lacht, ich muss damit leben!!!
Ich könnte die Marke verklagen, Besitzstörungsklage. Das was ich jetzt besitze, muss ich unbedingt verklagen!!
Ich könnte es auch umtauschen. Ob schon mal jemand sowas umgetauscht hat? "Tschuldigung, das funktioniert nicht so richtig, hab ich da Garantie drauf?"
Oder... ja oder ich füge mich meiner Niederlage und lerne endlich, dass 5 Rollen im Klo immer noch genug sind und man in der Mittagspause besser Zeitungspapier liest, als Klopapier kauft!


Freitag, 11.07.2008, 17:00
Wer kennt sie nicht, diese Tage, an denen einem irgendwie alles auf die Nerven geht. Und vor allem auch jeder! Keiner hat einem etwas getan, zumindest nicht wissentlich und trotzdem würde man am liebsten allen sagen: gehts dahin wo der Pfeffer wächst...
Wo wächst eigentlich Pfeffer? Vielleicht ist es dort schön warm und man kann am Strand liegen... Insofern wäre das gar nicht so die Strafe. Hm...
Also Plan B: man möchte sämtliche Mitmenschen auf den Mond schießen. Wobei manche würden das ja vielleicht wirklich gern mal ausprobieren.
Ihr seht schon wo das Problem liegt, an SOLCHEN Tagen funktionieren nicht mal Gemeinheiten!

Das Schlimme an diesen Tagen ist, dass man sich meist ja sogar selber am Keks geht, aber das würde man natürlich niemals zugeben. Es sind alle anderen Schuld, wenn die Haare einfach Kacke aussehen, wenn es egal ist, was man anzieht, ob dem Gefühl, dass ohnehin alles doof aussieht. Und wenn man dann vor dem Spiegel steht, eh schon mit sooo einer Fresse und mehr zum Spiegelbild als zum Freund sagt: meine Haare sehen einfach scheiße aus. Was erwartet man sich? "Nein, Schatz, du siehst super aus". Sowas in der Art. "Dann geh doch zum Frisör" war jetzt nicht so das was ich erwartet habe...

Es sind die Kleinigkeiten, die einem an solchen Tagen nerven. Kleinigkeiten, die einem an anderen Tagen gar nicht auffallen würden. Wie zum Beispiel blöde Fragen. Kennt ihr die Kategorie "Blöde Fragen - Blöde Antworten"?

Beliebt und oft verwendet: Schläfst du schon? Ja.

Oder im Büro, wenn der Kollege reinkommt:
"Du bist ja noch da." Was sagt man da drauf? Nein, eigentlich habe ich mich schon weggebeamt, das was du hier siehst, ist lediglich noch der Schatten meiner selbst.

Oder nachdem ich mir mit dem Kaffee die Zunge verbrannt habe zu fragen "War er heiß?" NEIN, ich übe, weil ich nämlich demnächst im Werbespot mit George Clooney mitspiele und die Szene das Drehbuch vorschreibt!!!

Ganz schlimm, grade an SOLCHEN Tagen sind ehemalige Mitschüler, die sich mal wieder melden um zu hören, wie es einem so geht. Mitschüler, die nach Verlassen der Klasse direkt vor den Altar getreten sind und im Anschluss gleich weiter in den Kreissaal - und wieder von Vorne.
"Naaaa wie gehts denn so? Und? Wie siehts mit dem Nachwuchs aus?"
Meine liebste Standardantwort an SOLCHEN Tagen: Boah ganz übel, also ehrlich, wenn ich mich ein paar Tage nicht rasiere...

Jaja, diese Tage... Eigentlich könnte man sie nützen, um in einen Baumarkt zu fahren und ein paar Eingeborene in Orange zu verschrecken. Wenn man nicht grade dringend etwas braucht, könnte das eigentlich ganz amüsant werden...

In diesem Sinne wünsche ich euch ANDERE Tage und ein schönes Wochenende!





(c) sumergirl.
Personen und Handlungen in den Geschichten von "sumergirl" sind frei erfunden und beruhen auf keinerlei Tatsachen. Meistens.